bewerbung 2013 – oder verarschen kann ich mich auch selber!

also ich kann wirklich nicht anders, ich muss euch mal wieder eine geschichte erzählen—

die ausgangslage war eine bewerbung für einen 50% job an einem institut der universität zürich. denn da stand geschrieben, sie suchen einen it-allrounder mit e-learning erfahrung und der job war ausgeschrieben mit arbeitsbeginn ab sofort oder spätestens auf 1. april 2013. und weil ich von mir aus gesehen alle kriterien dabei erfüllt habe, dachte ich mir, dass wäre doch eigentlich genau, was ich brauche, um meine selbständigkeit abzusichern und damit noch ein monatlich geregltes einkommen zur allgemeinen sicherheit zu verdienen.

also habe ich mich bei der stelle beworben und bin auch sofort zu einem vorstellungsgespräch eingeladen worden. dies verlief von mir aus gesehen auch absolut zufriedenstellend und mein zukünftiger boss fragte mich dabei sogar noch, ob ich mir auch vorstellen könne, mehr als 50% zu arbeiten, was ich dann auch bestätigte. die stelle schien mir auch wirklich interessant zu sein und ich hätte mich für diesen job auch voll ins zeugs gelegt. mensch versprach mir dann, dass ich noch bis ostern einen bescheid über das resultat bekommen würde.

nur habe ich seit meiner vorstellung im betreffenden institut, nichts mehr von den zuständigen leuten gehört und auch eine erste nachfrage-mail am letzten freitag war ohne antwort im nirvana verpufft und die betreffende person, hat es nicht einnmal für nötig empfunden, mir darauf zu antworten… – heute ist mir dann gewissermassen der kragen geplatzt und ich habe den herren folgende zeilen geschrieben:

Bewerbung 2013

Guten Tag Zusammen

Jetzt sind zwei Wochen vergangen seit meinem Besuch in Ihrem Institut. – Da ich auf meine E-Mail an Herrn SOWIESO vom letzten Freitag keine Antwort bekommen habe, frage ich mich jetzt wirklich, ob Sie mich einfach vergessen haben…

Es wäre schön, wenn ich wenigstens wüsste, woran ich bin und Sie mich doch bitte noch vor Ostern kurz informieren würden, was aus der Stelle geworden ist! Ich gehe mittlerweile davon aus, dass Sie sich für einen Mitbewerber entschieden haben, da ich sonst mit ziemlicher Sicherheit etwas von Ihrem Institut gehört hätte. – Zumal im Stellenbeschrieb steht, dass der Job spätestens ab 1. April 2013 zu besetzten ist und das wäre nächste Woche.

Darf ich Sie bitten, mir wenigstens noch eine offizielle Absage zu sende, damit ich meine Planung erneuern kann.

Danke und Gruss

denn ob ich jetzt am dienstag einen job anfange oder nicht (und auch wenn dieser nur 50% beträgt) ist für mich relevant und beeinflusst mein “da sein” doch in einer gewissen art und weise…

zuerst habe ich dann noch gut vier stunden gewartet, bis ich eine antwort bekommen habe. und diese will ich euch jetzt auch nicht vorenthalten und gebe sie hier mit dem original wortlaut auch unverfälscht wieder. und in dieser antwort stand:

Sehr geehrter Herr Wüthrich

Wir haben Sie nicht vergessen!!! Neben den Stellenbewerbungen laufen parallel andere Aufgaben auch. Am Dienstag, 26.3.2013, haben sich Herr SOWIESO und ich nochmals ausführlich über die Stellenbewerbungen unterhalten, nach dem wir nochmals das Aufgabenangebot an die Institute überprüft haben.
Es ist kurz vor Ostern, und wir haben damals abgemacht, dass Sie bis Ostern einen Entscheid erhalten werden.

Ich wiil Ihnen diesen Entscheid jetzt nicht vorenthalten (ich hätte heute Abend geschrieben). Wir haben uns entschieden, die Stelle vorläufig nicht zu besetzen und allenfalls eine neue Ausschreibung zu starten. In diesem Sinne erteilen wir Ihnen eine Absage.

Für Ihr Verständnis für unseren Entscheid danken wir bestens.

Mit freundlichen Grüssen

bewerbung 2013

also echt jetzt, ich gebe doch kein stelleninserat auf, wenn ich den bedarf nicht wirklich abgeklärt habe.

menschen gibt’s…

ich wünsche allen osterhasen frohe ostern!

By | 2017-07-18T07:22:20+00:00 28. März 2013|Categories: Allgemein, Erstaunliches, Mecker|Tags: , |8 Comments

8 Kommentare

  1. klaeui 29. März 2013 @ 0:47 um 0:47 Uhr

    Für mich kommt die Institutleitung etwas chaotisch daher. Vielleicht auch besser, dass es nicht geklappt hat. Trotzdem *daumendrück* für deine nächste Bewerbung.

  2. falki 29. März 2013 @ 8:21 um 8:21 Uhr

    danke. wahrscheinlich hast du recht, denn die wissen wohl echt nicht was sie wirklich wollen…

  3. Doris Läubin-Zurbuchen 29. März 2013 @ 9:44 um 9:44 Uhr

    UNI lässt grüssen, das hab ich bei denen im Fall schon 2 Mal erlebt….dieser Verein besteht aus lauter Chaoten…..ich würde nie dort arbeiten wollen.Ist zwar kein Trost, aber eben….selber erlebt und auch Freunde von mir und jemand in höherer Kaderposition den man wochenlang warten liess, nachdem man ihn zu Tests eingeladen hatte etc.

  4. ymotux 29. März 2013 @ 17:52 um 17:52 Uhr

    Tja, mich wundert gar nichts mehr. Selber hatte ich letztes Jahr nach 3 Vorstellungsgesprächen und einem 2 stündigen Online Assessment einen Vertrag für eine 100% Stelle als Online Marketing Manager bekommen. Kaum hatte ich meine alte Stelle mit 3 Monaten Kündigungsfrist gekündigt, wurde mir vom neuen Arbeitgeber angekündigt, dass sie mir am ersten Arbeitstag mit der Kündigungsfrist von 7 Tagen (Probezeit) wieder künden werden. Sie haben es sich nochmals überlegt und wollen nun doch keinen Online Marketing Manager einstellen. Die Firma ist übrigens die grösste Inkassofirma der Schweiz mit rund 300 Mitarbeitern.

    Beängstigend, dass solche vorausschauend denkende Leute in Geschäftsleitungsgremien sitzen und gruselig, dass ich seither schon unzählige, ähnliche Geschichten gehört habe. Man kommt sich als Arbeitnehmer in der Schweiz immer blöder vor.

  5. Didi Bachmann 29. März 2013 @ 18:11 um 18:11 Uhr

    Weder ein korrektes noch professionelles Vorgehen des Instituts. Ich könnte aber auch über etliche Beispiele mit umgekehrten Vorzeichen erzählen. Stellensuchende verhalten sich leider oft keinen Dreck besser…

  6. Martin Felder 30. März 2013 @ 3:12 um 3:12 Uhr

    Das kommt mir sehr bekannt vor. Mir ist dies bei meiner Stellensuche Ende des vergangenen Jahres und Anfang dieses Jahres auch so ergangen. Erstes Vorstellungsgespräch war supper. Ich wurde zu einem zweiten bereits eingeladen und einen Tag vor dem zweiten Gespräch bekam ich einen Anruf, das Sie nicht wissen, ob Sie die Stelle genau so besetzen wollen wie ausgeschrieben und haben den Termin abgesagt. Dies war im Januar dieses Jahres. Sie würden sich dann wieder melden ende Januar hies es, bisher habe ich nichts mehr gehört. Das ganze passiert bei der Bern Expo!

  7. falki 30. März 2013 @ 7:25 um 7:25 Uhr

    hi folks

    ich kann nur staunen, was hier alles für kommentare reinkommen! – die geschichte von yves ist ja wirklich das fieseste, dass ich je gehört habe, sowas geht einfach gar nicht und ist echt zum kotzen!

    aber die arbeitgeber können sich solche machenschaften anscheinend leisten und mensch kommt sich als arbeitnehmer wirklich schon vor wie ein stück vieh. das ganze wird einfach immer brutaler und unmenschlicher.

  8. Sam Steiner 30. März 2013 @ 14:38 um 14:38 Uhr

    Vor allem schräg finde ich: Intrum Justitia Inkasso basiert darauf, dass sie forcieren, dass Menschen die Konsequenzen ihrer Entscheidungen austragen. Und dann sowas.

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