der gute alte georg

soeben wiederentdeckt… georg danzer.

traurig aber wahr

daß der mensch a kretzn is
hinterlistg feig und mies
daß der beste freund di linkt
daß es wo ma hinriacht, stinkt
daß a frau nur frei sein kann
wann`s ned abhängt von an mann
daß a kind betrogen wird
dadurch daß`s erzogen wird
daß da starke `n schwachen schluckt
und die faust die hand zerdruckt
traurig aber wahr

daß die ungerechtigkeit
täglich mehr zum himmel schreit
daß a so ned weitergeht
aber wie,des wissma ned
daß si d`an in magn verderbn
und die andern hungers sterben
daß die grausamkeit regiert
und daß`s immer schlimmer wird
daß die wöd im dreck darstickt
und daß des nur an uns liegt
traurig aber wahr
traurig aber wahr

daß der mensch gern guat sei möcht
hilfreich, edel und gerecht
daß in ihm ein engel steckt
und er nur den teufel weckt
daß er a gewissen hast
das ihm nie des falsche rat
daß er aber drüber lacht
und erst recht des falsche macht
und daß i tiaf in mir drin
söwa so ein oaschloch bin
traurig aber wahr

By | 2006-11-16T15:44:59+00:00 16. November 2006|Categories: Allgemein|7 Comments

7 Kommentare

  1. Wintermond 17. November 2006 @ 5:24 um 5:24 Uhr

    Georg ? Lange her, ich glaube fast es sind zwanzig Jahre. Damals trat er im Sittertobel auf, ich bekam nicht viel von dem Konzert mit …..
    Komisch, nie mehr was von ihm gehört. Jetzt kommen Erinnerungen. Jetzt halt wo du davon erzählst.

  2. falki 17. November 2006 @ 7:44 um 7:44 Uhr

    hmm – das dürften sogar 25 jahre sein… ich weiss noch gut, wie ich nach zürich ins hallenstadion reiste für ein georg danzer konzert und damals war ich in genf in der rekrutenschule… und dann habe ich ihn auch noch in der basler joggelihalle mal gesehen – absolut strark! und ich mag seine songs und besonders die texte noch heute!

  3. mad 17. November 2006 @ 8:36 um 8:36 Uhr

    Gefiel mir immer besonders gut von ihm: “Die Freiheit”

    die freiheit ist ein wundersames tier
    und manche menschen haben angst vor ihr
    doch hinter gitterstäben geht sie ein
    denn nur in freiheit kann die freiheit
    freiheit sein –

  4. falki 17. November 2006 @ 9:02 um 9:02 Uhr

    yep – auch ein ganz toller text oder dieser hier:

    ich träumte von weißen pferden
    wilden weißen pferden an einem strand
    ich lag mitten zwischen den sternen
    sah das gesicht einer wahrsagerin

    ich glaube an die kartenspiele
    und an meinen vorstadtkinderinstinkt
    mehr als an die reden der vorsitzenden
    nachsitzender, der ich in der schule war

    aber sag mir woran
    woran meine liebe, glauben wir noch

    algo se muere en el alma
    cuando un amigo se va
    no me dejes aqui, mi amor
    no te vayas todavía

    ich träumte von weißen pferden
    wilden weißen pferden an einem strand
    mein lehrer war ein vogel
    brachte mir das fliegen bei

    aber sag mir woran
    woran meine liebe, glauben wir noch

  5. doe 17. November 2006 @ 17:01 um 17:01 Uhr

    HAst wohl vor dem Dylan noch auf ORF1 die Austro-Pop-Retro gesehen….

  6. falki 17. November 2006 @ 18:54 um 18:54 Uhr

    hey doe – ne, hab ich nicht. bin eigentlich per zufall beim surfen wieder mal auf den danzer gestossen und dann habe ich mal im keller die alten scherben geholt und wieder mal gehört. ganz ehrlich, für mich war der georg so prägend wie der dylan!

  7. Reflections » Blog Archive » der georg ist tot :-( 22. Juni 2007 @ 16:10 um 16:10 Uhr

    […] mehr über georg danzer! […]

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