der hostienfrevel

      weil seit dem tode meines schwiegervaters nun ein jahr vergangen ist, mussten durften wir gestern nach guter katholischer tradition wieder einmal in die kirche an einen gottesdient… natürlich ist das ein schwieriges unterfangen für einen fünfjährigen über eine stunde still zu sein. nachdem er schon zweimal mit der fussleiste aus holz einen heidenlärm verursacht hatte, war es dann natürlich eine willkommene abwechslung, als die hostien verteilt wurden.

wir stehe also in der reihe an und warten, biss wir an der reihe sind. der kleine freut sich natürlich, dass es jetzt etwas zu essen gibt. doch als ich mit ihm vor dem pfarrer stehe und der kleine schon seine hand ausstreckt, sieht mich dieser an, als ob ich nicht von dieser welt wäre und zögert sichtlich, dem kleinen eine hostie zu geben. “er möchte auch eine” sage ich zum pfarrer und dann halbiert dieser eine hostie und der kleine bekommt gnädigst eine halbe!
ich frage mich, was denn da los ist und komme natürlich als reformierter, unmündiger kirchgänger nicht hinter das geheimnis der katholischen hostie…

auf der rückfahrt im auto werde ich dann aufgeklärt, dass nur personen die kommuniert sind einer hostie würdig sind!
sachen gibt’s, gopf ;-)

By | 2017-07-18T07:23:58+00:00 11. Dezember 2006|Categories: Erstaunliches, Z Lumpepack|3 Comments

3 Kommentare

  1. canela 11. Dezember 2006 @ 13:04 um 13:04 Uhr

    vor langer zeit wollte mal unser pfarrer meine kleine schwester nicht taufen, weil er keine zeit hätte. sie wurde in einer anderen gemeinde getauft. danach stieg ich aus diesem kleinkarierten verein aus.

  2. falki 11. Dezember 2006 @ 17:44 um 17:44 Uhr

    ich halte vom ganzen zauber auch nicht viel… ausgetreten bin ich jedoch noch nicht. – wieso eigentlich nicht!? wer von euch ist denn noch im verein?

  3. mad 12. Dezember 2006 @ 20:37 um 20:37 Uhr

    Nö, ich schon lange nicht mehr. Mein Mann auch nicht. Meine Kinder schon. Die können dann später mal selber entscheiden.

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