achtung mundart !

das war mal wieder eine szene wie sie im buche steht. da mache ich also gestern abend für die familie ein feines abendessen mit spare ribs und rösti dazu. als alles servier bereit ist, rufe ich zum gemeinsamen abendmal. erscheinen tun lediglich meine frau und der kleine – der grosse hat natürlich keine zeit, denn die freundin ist da und sein zimmer hermetisch abgeschottet. wer stört wird erschossen! und so lassen wir die ungehörten aufrufe halt bleiben und wer nicht kommt zur rechten zeit, muss halt… naja, ihr wisst schon.

kaum serviere ich dem kleinen dann die portion rösti fängt das geschrei auch schon wieder an. “ou nei, das hani nid gärn, di si gruusig” – aber das sind doch kartoffeln, genau das gleiche wie die von dir heiss geliebten fritten, nur etwas anders gemacht… – “das chani nid ässe, da dervo berchummi immer grad chopfweh” – grosses gelächter – ach was, doch nicht von rösti… und dann behauptet er sogar noch, dass das kopfweh sich bei ihm schon bemerkbar macht…

kopfwehrösti ?!

“s git ke dessär, wede nid mindeschtens ä gable vou röschti issisch, fertig schluss” sagt meine frau und der kleine rutscht unruhig auf dem stuhl hin und her. doch dann entschliesst er sich doch noch, die gabel voller rösti zu essen und dabei bemerkt er, dass da ein haar in der rösti ist. “u de hets ono äs haar drinn – das chame ja nid ässe”!

sofort sagt seine mutter, “i ha ja gar nid kochet, das isch der papi gsi” – und dann muss ich wirklich auf den stockzähnen schmunzeln und ich habe natürlich niemandem gesagt, dass mir ein teil der rösti beim schwungvollen wenden auf den teppich geknallt ist…

äs wird gässe, was ufe tisch chunt – basta! ;-)