tauchen auf kuba

      seit drei jahren hatten wir keinen tauchgang mehr gemacht und nun waren wir auf kuba und wollten tauchen gehen.
kurz einen einheimischen gefragt, wo denn das möglich sei und schon wussten wir, wo wir uns melden müssen. wir gehen also zum tauchzenter und vereinbaren einen termin für den nächsten tag.

aus angst, das der tauchlehrer nicht mit uns tauchen geht, weil unser letzter tauchgang schon drei jahre zurückliegt, haben wir uns gegenseitig einen tauchgang im thunersee der natürlich nie stattgefunden hat (wer will schon im thunersee tauchen gehen) ins tauchbüchlein eingetragen.
danach haben wir fleissig die zeichensprache aufgefrischt, damit wir den test bestehen…

am nächsten tag war es dann soweit und wir sind wie verabredet an ort und stelle. der divemaster verteilt die neoprenanzüge und gibt uns die sauerstoffflaschen. kaum haben wir alles angeschnallt sitzen wir auch schon im boot und es geht ein paar hundert meter ins offene meer hinaus. der kerl will gar nicht wissen, ob wir ajour sind und fragt nicht einmal nach unseren pady ausweisen. das boot hält an und schwupps ist der divemaster schon im wasser verschwunden. also nichts wie hinterher! wir tauchen bis etwa 15 meter hinab und besuchen ein wrack. wir schwimmen durch enge gänge des einstigen schiffes und dann noch etwas dem korallenriff entlang. dann merke ich, dass ich nicht mehr viel luft in der flasche habe. ich will es dem tauchlehrer sagen, doch der achtet gar nicht auf mich. also tauche ich auf und sehe von der wasseroberfläche hinunter… nach fast fünf minuten sehe ich wie der tauchlehrer sich mit schnellen bewegungen umsieht und mich verzweifelt sucht…dann blickt er nach oben und sieht mich. er winkt mir zu und ist wohl froh, dass er weiss, wo ich bin – oder auch nicht…

ja leute, so geht tauchen auf kuba – wer also einfach mal tauchen gehen will, ohne eine grundausbildung, der kann das auf kuba problemlos tun! – einfach die flasche aufdrehen, ins wasser springen, tauchen und ein- und ausatmen.

jep, that’s it – ganz einfach ;-))

By | 2017-07-18T07:24:02+00:00 22. August 2006|Categories: Weltenbummel|20 Comments

20 Kommentare

  1. theswiss 22. August 2006 @ 10:33 um 10:33 Uhr

    /klugscheiss an/also erstens .. es sind Pressluft- und keine Sauerstoffflaschen. Und zweitens kann man im Thunersee gut tauchen, z.B. beim Ameisiegge. Hat eine hübsche kleine Wand unter Wasser, die von 20-180m senkrecht abfällt (hat man mir gesagt, ich war nichtso weit unten). Und drittens kann man unter Wasser auf sich aufmerksam machen, indem man mit dem Messerknauf an die Pressluftflasche hämmert :-)/klugscheiss aus/ 

  2. falki 22. August 2006 @ 10:36 um 10:36 Uhr

    messer – welches messer?

    dann war es halt pressluft – ok!

    aber im thunersee werde ich sicher nicht tauchen gehen – niemals ;-)

  3. theswiss 22. August 2006 @ 10:48 um 10:48 Uhr

    das messer, das man am bein oder arm oder sonstwo hat, das eben zu jeder standardausrüstung gehört wie der octopus und die schreibtafel .. im thunersee kann man auch höhlentauchen, februar soll gut sein dafür.  

  4. falki 22. August 2006 @ 10:52 um 10:52 Uhr

    februar !! – bisst du noch bei sinnen… da erfrierst du ja schon beim anzug anziehen und erst recht dann im wasser… ich tauche nur noch in gewässer, die mindestens 25 grad haben ;-)

  5. falki 22. August 2006 @ 11:19 um 11:19 Uhr

    übrigens eine schreibtafel hatte ich nur gerade einmal bei mir. als wir nämlich in 40 metern tiefe rechenaufgaben lösen mussten… habe dabei total versagt im übrigen – aber wer will den beim tauchen schon rechnen ;-)
    und ein messer gab es auf kuba keines und der wusste glaub selber nicht einmal was ein octopus ist ;-))
     

  6. theswiss 22. August 2006 @ 12:57 um 12:57 Uhr

    sehr vertrauenerweckend klingt das ja nicht .. 

  7. falki 22. August 2006 @ 13:01 um 13:01 Uhr

    bravo! du hast soeben 100 punkte erhalten ;-))

  8. Sam 24. August 2006 @ 16:48 um 16:48 Uhr

    messer würde ich nicht in die standardausrüstung zählen, wenn man nicht eigene ausrüstuing hat, sondern mietet. und im thunersee würde ich auch nie tauchen ;-) nicht nach den schönen korallenriffen in sansibar bei 26° wassertemperatur ;-) aber der tauchlehrer müsste in guantanamo eingesperrt werden. wenn er nicht merkt, wenn ein taucher plötzlich an die oberfläche steigt… hast auch schön bei 5m gewartet oder bist du direkt ganz rauf? bei 15m geht das ja noch durch sowas… und ohne PADY check wrack tauchen… hmm. 

  9. falki 24. August 2006 @ 18:06 um 18:06 Uhr

    @sam: sag ich ja! das ganze war eigentlich gemeingefährlich!! – aber eben halt auch irgendwie kubanisch ;-) und pause machen ohne luft geht auch nicht so gut ;-))

  10. Sam 24. August 2006 @ 19:52 um 19:52 Uhr

    wobei ich doch auch sagen muss: tauchgänge im logbuch fälschen ist auch hart an der grenze zu kubanismus, oder?

  11. falki 24. August 2006 @ 20:44 um 20:44 Uhr

    ich liebe kuba ;-)

  12. miami24 26. August 2006 @ 0:17 um 0:17 Uhr

    Mir ist auch in Hawaii ähnlich gegangen. Habe mit meinem Buddy (gleich viele Tauchgänge wie ich, etwa 4-5) in einem Tauchgeschäft nach einem Refresherkurs gefragt. Der Typ hat nur etwas von sich her gemurmelt wie das wird dann schon gut gehen und man wird uns briefen, aber es ist kein eigentlicher Refresher und so. Am nächsten Tag gingen wir tauchen und man hat uns auch nicht speziell geholfen (kann mich am Anfang nie erinnern, wie man das Flaschenventil dreht und wie man den Octopus handhaben muss), wir gingen einfach los und alles ging gut, Gott sei dank. Schildkröten haben wir jedenfalls im Molokini Atoll gesehen und kleine Haie auch. Aber eben, es war Glück, es könnte genauso gut schiefgelaufen sein und ich weiss nicht was das Geschäft für eine Verantwortung gehabt hätte, obwohl in den USA kann man bekanntlich alles einklagen ;-)

    Messer habe ich bis jetzt auch nie gehabt. Getaucht habe ich auch immer in über 25 Grad warme Wasser, würde nie im See oder kühlere Meere tauchen. Mein Padi habe ich in Ko Samui gemacht.

    Habe übrigens ein Kolleg, der ist Tauchlehrer, hat auch in Australien gelehrt und hat mir gesagt, ja nicht im See tauchen, sieht man wenn überhaupt nur alte Velos und ist sch****kalt.

    Sorry für meinem Deutsch, ist ja nicht meine Muttersprache.

  13. falki 26. August 2006 @ 7:30 um 7:30 Uhr

    @ miami24: interessant – dein deutsch ist sehr gut verständlich. ich habe von einem kollegen gehört, das auch auf der dominikanischen republik solche “tauchverhältnisse” vorherrschen. ich selber habe auf den philippinen das tauchen gelernt, aber ich war schon drei mal auf ko samui! wo bist du denn dort getaucht? lamai oder chaweng oder wo taucht man auf ko samui?

  14. Sam 26. August 2006 @ 9:36 um 9:36 Uhr

    @miami: dein australischer kolleg heisst nicht per zufall P.Z. ? könnte ja sein…

  15. miami24 30. August 2006 @ 21:57 um 21:57 Uhr

    Er ist nicht Australier, ist Schweizer, hat nur in Australien gelehrt. Heisst nicht P.Z. sondern O.Z.

  16. miami24 30. August 2006 @ 22:12 um 22:12 Uhr

    Falki:
    In Ko Samui habe ich von Chaweng aus getaucht, d.h. die Schule ist in Chaweng, dort habe ich die Theorie gelernt, zum Tauchen sind wird von dort aus ziemlich weg mit dem Schiff gefahren (“fährt” man mit Schiffe?). Wenn es genauer wissen willst müsste ich mein Logbuch suchen. Glück gehabt, bereits beim “Discover Scuba Diving” haben wir 2 Walhaie aus nächster Nähe gesehen und in den nächsten Tagen beim eigentlichen Padi Kurs haben wir sie am einen weiteren Tag auch gesehen. Mein Kolleg mit über 3000 Tauchgänge (der gleiche der in Australien gelehrt hat) hat noch keine gesehen und ist sogar extra letztes Jahr wieder mal nach Australien gegangen, um zu sehen ob dieses mal klappen würde. Ich glaube, dieses Jahr versucht er es wieder. Wahrscheinlich hatten wir Anfängerglück.

    Ich denke, um nicht solche Verhältnisse zu finden, muss man sich vielleicht im Voraus erkundigen und z.B. eine Schule/Tauchbasis mit Schweizer oder Deutscher Leitung buchen, wie in den Malediven beim Manta Reisen Katalog oder Pindito. Habe ich übrigens nie so gemacht (via Katalog buchen). Die Schule in Chaweng habe ich im Internet gesucht, hat einen guten Eindruck gemacht und es war auch wirklich gut.

  17. falki 31. August 2006 @ 11:54 um 11:54 Uhr

    minami24: danke für die aufklärung. als ich auf ko samui war (vor 20 jahren) war dort mit tauchen noch gar nichts los… dafür gab es in chaweng noch das reggae pub, welches ja dann später mal abgebrannt ist.
    – ou ja, das waren noch zeiten ;-))

    übrigens ein schiff schwimmt eigentlich, aber – mit dem schiff fahren oder auf dem schiff fahren ist trotzdem richtig.

  18. padi976551 8. September 2006 @ 11:04 um 11:04 Uhr

    ich glaube, es ist so, dass es scheißegal ist wo man taucht, was die Sicherheit betrifft. Es kommt drauf an, mit wem man taucht!
    Du kannst in Miami Pech haben und ne Lusche erwischen und Du kannst in Vietnam (nur ein Beispiel!!!) Glück haben und erwischst nen Guten.
    Allerdings: Es gibt sicherlich ein paar Anhaltspunkte, anhand derer man schon im Vorgespräch einige gute und schlechte Faktoren heraushören kann.
    Und: Wenn schon die Basis und der Staff Scheiße sind, könnte es auch sein, dass der Kompressor nicht besser ist! Und wer möchte schon Abgase oder Frittenfett in der Pulle haben?

  19. gk 23. Oktober 2006 @ 18:19 um 18:19 Uhr

    Hat es sich denn wenigstens gelohnt?? Vor ein paar Jahren war ich auf den Seychellen zum Tauchen. Das war nicht so berauschend. Die Korallenbanken haben seit 1998 extrem gelitten. Wie sieht es auf Kuba denn aus?

  20. falki 23. Oktober 2006 @ 19:18 um 19:18 Uhr

    hmmm – kann ich eigentlich gar nicht so recht sagen… – es hatte gar nicht viel korallen in der gegend – wir sind hauptsächlich im und durch das wrack getaucht – fische hatte es auch nur mässig. ich denke jedoch, dass auf kuba die korallen noch nicht so arg beschädigt wurden wie in anderen orten auf dieser welt. denn wer kann sich auf kuba schon das tauchen leisten? die einheimischen auf jeden fall nicht…

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