piraten… teil 2

6 Fakten zur Piraterie

Die Anfänge der Piraterie: Schon im 14. Jahrhundert vor Christus trieben Seeräuber vor der östlichen Mittelmeerküste ihr Unwesen. Die Piraterie entstand mit den Anfängen der Schifffahrt und breitete sich mit den Handelsfahrten und Transporten wertvoller Waren nach Übersee aus. Bis heute werden auf hoher See Güter geraubt, Menschen gefangen genommen und gegen Lösegeld frei gelassen oder als Sklaven gehandelt.

Die staatlich autorisierte Piraterie: Im 16. Jahrhundert begannen die Spanier mit der Ausbeutung der lateinamerikanischen Länder und schickten ihre wertvoll beladenen Galeonen zurück nach Europa. Feindliche Königshöfe stellten Kaperbriefe aus, mit denen private Schiffe ermächtigt wurden, die spanischen Handelsschiffe zu kapern: König Ludwig XIV schickte seine Korsaren auf Beutezug, Königin Elisabeth I. unterstützte Freibeuter wie Francis Drake oder Henry Morgan, die in der Karibik und den Gewässern Mittel- und Südamerikas spanische Schiffe und Kolonien plünderten.

Die Demokratie der Piraten: Die meisten Piraten lebten nach demokratischen Grundsätzen. Der Kapitän wurde von der Mannschaft gewählt und konnte von ihr auch wieder abgesetzt werden. Die Mannschaft konnte mitbestimmen, wohin die Reise gehen und welches Schiff gekapert werden sollte. Die Beute wurde nach festen Regeln unter der Mannschaft aufgeteilt und auf den Märkten der Hafenstädte verkauft. Von den Erlösen wurden Proviant und Sklaven für die nächsten Reisen gekauft. Ein Teil der Beute floss in die „Berufsunfähigkeits- und Rentenkasse“ für Piraten, die nicht mehr an Kaperfahrten teilnehmen konnten.

Die Methoden der Piraten: Die meisten Piratenschiffe waren mit Kanonen schwer bewaffnet, doch zum Kapern benutzten die Seeräuber oft nur Enterhaken und stürmten mit Entermessern, Musketen und Degen an Bord der Handelsschiffe. Um ihre Opfer von vornherein einzuschüchtern und überflüssige Kämpfe zu vermeiden, segelten die Piraten mit Erkennungszeichen. Ihre Fahnen mit Schrecken erregenden Symbolen wie Totenkopf, Knochen oder Stundenglas sollten die Schiffe zum schnellen Aufgeben bewegen.

Die Philosophie der Piraten gründete sich auf ihre gemeinsamen Träume von Freiheit, Abenteuer und schnellen Reichtum. Die Besatzung eines Piratenschiffes kam aus den unterschiedlichsten sozialen Schichten und Nationen: Diebe und Mörder,

Deserteure und Meuterer, entlaufene Sklaven, arbeitslose Matrosen der Handelsmarine, Seeleute von gekaperten Schiffen, aber auch Adelige. Die Seefahrt war eine Domäne der Männer. Doch immer wieder nahmen auch hart gesottene Frauen, als Männer verkleidet, an Kaperungen teil. Alle wollten auf See einem aussichtslosen Leben an Land entkommen. Begehrte Besatzungsmitglieder wie Ärzte und Zimmerleute wurden oft an Bord gezwungen.

By | 2007-05-24T10:22:06+00:00 24. Mai 2007|Categories: Allgemein, Film|0 Kommentare

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